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Steuern / Einkommensteuer 
Dienstag, 24.04.2018

Ein Stromspeicher ist keine wesentliche Komponente einer Photovoltaik-Anlage

Ein Stromspeicher dient nicht der Produktion von Solarstrom und gehört daher nicht zu den (wesentlichen) Komponenten einer Photovoltaik-Anlage. So urteilte der Bundesfinanzhof (Az. V B 105/17).

Der Kläger hatte für eine Solaranlage Vorsteuer geltend gemacht und beanspruchte für einen nachträglich angeschafften Stromspeicher ebenfalls den Vorsteuerabzug. Das Finanzamt und das Finanzgericht verweigerten dies.

Der BFH verwarf die dagegen gerichtete Revision. Eine Photovoltaik-Anlage bestehe im Wesentlichen aus Solarzellen, die in sog. Solarmodulen zusammengefasst werden, einem Wechselrichter, der den Gleichstrom umwandelt und einem Einspeisezähler. Ein Stromspeicher, für dessen nachträgliche Anschaffung ein Vorsteuerabzug begehrt werde, gehöre definitiv nicht zu den wesentlichen Komponenten einer Solaranlage. Damit habe die Rechtsfrage, ob die zeitversetzte Anschaffung von Komponenten einer Photovoltaik-Anlage zu einer umsatzsteuerrechtlich getrennten Bewertung führen könne, für die (nachträgliche) Anschaffung eines Stromspeichers keine grundsätzliche Bedeutung und brauche nicht entschieden zu werden.

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